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Drehorgelkonzert mit Musica Romantica

Am Samtag spielte Musica Romantica in der St. Andreas-Kirche


 

Mit dem herzlichen Ostfriesengruß „Moin“ eröffnete Frerich Kramer das Konzert der Drehorgelmusiker „Musica Romantica“ in der Kirche. Ihm zur Seite standen seine Frau Theda, Gerold Bülthoff, Wessel Veenhuis und Rudolf Poppinga. Unter dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ versprach Frerich Kramer nicht zuviel. Fünf Drehorgeln eröffneten das Konzert mit dem Choral „Lobet den Herren!“.

Die Zuhörer hatten sicher keine Vorstellung davon, wie gewaltig und zugleich einfühlsam fünf Drehorgeln miteinander spielen können. Die Drehorgelmusik verteilt sich beim Orchesterspiel auf die jeweilige Orgel, die den Part zu spielen hat. Wie in einem normalen Orchester spielt die Trompetenorgel beim Einsatz die Trompeten und die Percussion, die Harmoniepan-Orgel die Zauberflöte und das Glockenspiel, die Konzertorgel die tiefen Töne usw. Dadurch wird die Musik leiser und sehr sonorig, insgesamt ein einmaliges Klangbild.

Frerich Kramer führte durch die Veranstaltung, kommentierte und erläuterte Titel und jeweilige Orgeln. Dabei erfuhr der Zuhörer, dass Drehorgeln nachweislich seit Beginn des 18. Jahrhunderts als Instrument der Straßenmusiker und Gaukler, aber auch als Kirchen- und Saloninstrument bekannt waren. Die älteste Form des Programmträgers ist die Stiftwalze. Später wurden das Lochband bzw. der Lochkarton und der Chip als Speicher erfunden. Auf der Festung Hohensalzburg steht wohl die älteste bekannte im Jahr 1598 gebaute Drehorgel mit einer fast 2 Meter langen Holzwalze die mit Messingstiften und bögen beschlagen wurde. Die Kompositionen hierfür übernahm Leopold Mozart, dessen berühmten Sohn wie auch Haydn und Beethoven sich mit das Zeichnen und Arrangieren von Drehorgelwalzen etwas dazu verdienten.

Das Orchesterspiel mit zwei oder mehreren - heute auch elektronisch unterstützten - Drehorgeln des gleichen Bautyps setzt Übung gepaart mit Musikalität und Rhythmusgefühl voraus. Hierfür sind gleiche oder entsprechend gefertigte Lochbänder und Chip erforderlich. Viele der gespielten Lieder wurden extra für das Orchester „Musica-Romantica“ bearbeitet und angefertigt. Highlights des Abends waren zweifellos Stücke wie Mozarts „Kleine Nachtmusik“, 1. Satz; „Das Echo der Liebe“ von Brahms, auf der Notenbandorgel mit sechs Registern; Edgar Elgar’s „Land of hope and glory“; der Titelsong „Don’t cry for me Argentina“ aus „Evita“, Mancinis Titelmelodie zu „Dornenvögel“ und viele weitere populäre Stücke von Rossini, über Purcell bis Abba.

Die Veranstaltung wurde von den Zuhörern mit viel Applaus bedacht.

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